Biografie
Aufgewachsen nahe des Neandertals in Hochdahl strebte Dietmar Wolf den Beruf des Reiseverkehrskaufmanns an. Für Kundenbesuche war ein propper Fahrzeug unabdingbar, bar? Daran fehlte es, also übernahm er die letzte Ente seines Bruders.
“Ist das Ihre Ente da auf dem Parkplatz?“
Et voila, welch ein vorzeigbares Voiture! Sogar ein gesamter Unternehmensvorstand folgte dem Vorsitzenden, um sich Antons Ente auf dem Parkplatz anzusehen.
“Als Student hatte ich…“
Nineeleven in Manhatten machte alle beruflichen Anstrengungen zunichte.
Die Ente blieb.
Es folgten eine Reihe beruflicher Zwischenlandungen bis sich Anton in der Düsseldorfer Kommunalpolitik engagierte, zuletzt als Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 3 in Düsseldorf.
Das übrigens ehrenamtliche Engagement beendete er nach langer herausfordender Zeit Ende 2025 selbstbestimmt.
Die Ente blieb.
Als Entenfahrer erlebte Anton die verschiedensten Ententreffen, organisierte Orientierungsfahrten seines Clubs „Dat Dotterdebakel der Düssel Ducks“, verschiedene Tagestreffen u.a. zur duckomenta(In Ducks we trust) und Mehrtagestreffen in seiner geliebten Eifel.
Unter seinem bürgerlichen Namen Dietmar (Diddi) Wolf erfand und initiierte der Düsseldorfer 2004 dann sogar das "Erste internationale Deutschlandtreffen der Freunde des 2CV" im hessischen Gedern, was er mit seinem Kollegen Horst Dumele vom Citroën-Club Rhein-Ruhr CCRR plante und durchführte.
Dem folgte nach einer langen Pause durch Pandemie&Pech der Rettungsversuch der Deutschlandtreffen 2024 mit dem 10. internationale Deutschlandtreffen der Freunde des 2CV ebenfalls im hessischen Gedern, diesmal mit Degenhardt Erbe vom CCRR.
Anton schrieb gerne bunte Treffen- und Reiseberichte für die einschlägigen deutschen 2CV-Medien.
Mit seinem Beitrag „Der 2CV im Dienst der Deutschen Polizei“ war er Gastautor im Citroën -Jahrbuch No. 3 des FGV-Verlags
Noch als Reisebüromann organisierte er Autoreisezug- und Fährfahrten zum Welttreffen nach Skotina/Griechenland. Weil er die ganzen Tarifangaben, Zeiten und viel viel viel mehr als überaus langweilig empfand, ergänzte er seine Reiseinformationen mit der an der Caretta Caretta angelehnten Gummireifen fressende gefährlichen Schildkröte Testudo Skotinas. Daraus machte der ehemalige Reduckteur Hobo vom Magazin Entenschnabel einen Aprilscherz und erfand für den Scheibenden ein Pseudonym.
Anton Wolfpril erblickte das Licht der Welt.
Entengeschichten
Anton Wolfpril ist mein Pseudonym. Es begann wie beschrieben mit einem Aprilscherz im 2CV-Magazin Der Entenschnabel zum Welttreffen 1999 in Griechenland und der Gummireifen fressenden fürchterlichen Schildkröte Testudo Skotinas. Dann erschien mit der Weihnachtsgeschichte "Alle Jahre wieder" die erste Erzählung des unbekannten Autors Wolfpril im 2CV-Magazin "Der Entenschnabel". Beim Entenausflug „Eifel-Advent“ in Kyllburg hörte ich nette Kommentare zur Geschichte des unbekannten Autors. Abends am Kaminfeuer bekam ich endlich einmal ehrliche Kritik zu hören. Das sei nie passiert, doch bestimmt, das ist aber schön, herrliche Geschichte, kaum zu glauben, viel zu seicht geschrieben…
Viel zu seicht? Frechheit!
Besonders schön war eine Email, in der sich später ein Entenschnabel-Leser sehr über eine Erzählung freute. "Alle Jahre wieder" las er am Weihnachtsabend sogar seiner Familie vor. Und es war eine Premiere für ihn, denn das tat dieser hoffentlich nicht ganz so gestresste Familienvater zum ersten Mal.
Vom „viel zu seicht“ war ich allerdings hart motiviert. Noch vor Silvester des gleichen Jahres schrieb ich die böse Weihnachtsgeschichte "Du Sau". Kindern also bitte nicht vorlesen!
Im darauf folgenden Januar bat mich Harald, Reduckteur vom Entenschnabel um eine Ostergeschichte. Erst fiel mir nichts ein, dann kam mir die Erleuchtung...
Irgendwann klingelte wieder das Telefon. Ob es nicht eine schöne Sommergeschichte gäbe? So ging es weiter und nach einer Schaffenspause immer weiter. Mein Verlag Buch&Motor Edition Garage 2CV suchte sich siebzehn Geschichten aus meinem Fundus heraus, dies mündete im Jahr 2020 in einem ersten Band von 160 Seiten.
Sechs Jahre später erscheint der zweite Band mit Skurilem, Futuristischem, rund um Liebe, Rost und handfesten Abenteuern die eine Spur von cosy crime enthalten.
Zu Ihnen
Sollten Sie tatsächlich einen 2CV fahren, empfehle ich Ihnen mit ihrem Regenschirm auf vier Rädern dringend ein echtes Ententreffen. Besonders die Oster-, Pfingst-, die 2CV-Deutschlandtreffen oder das traditionelle Treffen des André Citroën Club bieten sich an.
Sollten Sie auch noch im Großraum Düsseldorf zu Hause sein, dann besuchen Sie den Stammtisch der fabelhaften Düssel-Ducks. Eine Liste von vielen 2CV-Clubs finden Sie in dieser Übersicht.
Hier wie dort treffen Sie verschiedenste Menschen und sehen die unterrschiedlichsten 2CV – so lange es die Enten gibt und sie nicht nur noch in Fotobänden oder in Entengeschichten leben.
Ihr Anton Wolfpril